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Reflexion

Vor einer Woche habe ich einen Bekannten getroffen, den ich aus der Uni kenne. Kann den Typen nicht leiden. Er sitzt sozusagen auch im Rollstuhl. Wenn wir Pause haben in der AG, dann sitze ich mit Zivi und Torsten draußen und quatsche. Da war dann auch der Bekannte. Und da ist mir was aufgefallen. Lange habe ich drüber nachgedacht, ob ich es überhaupt erwähne.

 Wenn ein anderer Rollstuhlfahrer/Behinderter in der Nähe ist, dann verhalte ich mich ganz anders. Lockerer, souveräner, offener. So als ob es mir gut tut, wenn einer da ist, der genauso "behindert" ist. Jedenfalls hab ich dann mit den anderen aus der AG, die dann nach und nach kamen, viel lockerer gesprochen als sonst. Das ist mir sofort aufgefallen.

 Irgendwie so, als ob ich die Rolle des Außenseiters an einen anderen abgegeben hätte. Auf einmal war ich mittendrin. Normalerweise rede ich so mit drei, vieren aus der AG. Dann plötzlich anders. Auch die anderen waren anders. So als ob wir uns gegen den einen verschworen hätten.

 Das gleiche ist auch mit Roland. Wenn wir gemeinsam unterwegs sind bin ich ganz anders, als wenn ich mit einem Nichtbehindertem unterwegs bin. Das ist beängstigend. Als ob da sonst eine Blockade ist.

 Wenn ich so darüber schreibe. Ich glaube, dass ich mich einfach nicht mehr so beobachtet fühle. In dem Moment bin nicht mehr ich der Sonderling, sondern der andere. Ansonsten denke ich oft, dass die Leute mich beobachten und alles bewerten was ich mache. Letztlich ist mir egal was sie denken, aber trotzdem ist es ein seltsames Gefühl immer unter Beobachtung zu stehen.

2.5.07 22:05
 


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