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Leidensgenossen

Ich habe meinen Leidensgenossen seit circa einem Monat, etwas mehr. So ein Leidensgenosse kann eine große Hilfe sein. Von ihm wird man niemals Dinge hören wie "Du spinnst!", "Reiß dich zusammen!" oder "Das geht vorbei!". Auch wird dich ein Leidensgenosse niemals auslachen.

Nein, stattdessen kann man ihm die absurden Geschichten erzählen und er wird dir sagen, dass er genau das gleiche erlebt hat. Er wird dir wiederrum noch absurdere Geschichten erzählen und du wirst denken, dass dir das auch passieren könnte.

Man sagt, dass geteiltes Leid, halbes Leid sei. Das glaube ich nicht, aber wenn man mit seinem Leidensgenossen spricht, dann geht es einem zumindest für ein paar Stunden oder Tage besser. Man ist mit seinem Problemen nicht mehr alleine auf der Welt. Ein Leidensgenosse zeigt, dass man nicht spinnt, sondern das das Leben weitergeht.

Leider hat mein Leidensgenosse nicht viel Zeit, aber das geht sich schon aus. Er hat mir schon geholfen, indem er sich mir offenbarte.

1.10.06 10:52


Schweigen

Es gibt viele Formen des Schweigens. Gutes/böse Schweigen, richtiges/falsches Schweigen, angenehmes/unangenehmes Schweigen. Mit welcher Form des Schweigens man es gerade zu tun hat, ist nicht immer leicht herauszufinden.

Es spielen viele Faktoren die eine Rolle. Mit wem schweigt man, weshalb man schweigt und und in welcher Situation befindet man sich. Wenn man mit seinem Partner geschlafen hat und sich danach ganz eng aneinanderkuschelt und nichts sagt, dann ist das ganz sicher gutes, angenehmes Schweigen. Es kann aber z.B. auch sinnvoll sein zu schweigen, wenn man sich streitet. Um erstmal nachzudenken und nichts falsches zu sagen. Jedoch sollte dann gesagt werden warum man schweigt, sonst ist es falsches Schweigen. Es gäbe noch viele Beispiele.

Jedenfalls habe ich nur ganze wenige Personen, mit denen ich gerne schweige. Aber auch dort gibt es Unterschiede. Bei meiner Familie kann ich immer schweigen und mich auch anschweigen lassen. Bei meinen zwei besten Freunden geht es auch. Obwohl es mir bei dem einen manchmal etwas unangenehm ist. Ich hab noch nicht herausgefunden warum, das irritiert mich etwas. Eigentlich kennen wir uns so verdammt lange, wissen alles übereinander und doch habe ich manchmal das Gefühl etwas sagen zu MÜSSEN.

Dann gibt es meine beste Freundin. Als wir uns real getroffen haben, kam es nicht oft vor das wir geschwiegen haben, aber wenn es dazu kam war es zumindest mir nie unangenehm. Auch im Chat nicht zu schreiben ist kein unangenehmes Schweigen.

Aber eine Sache ist mir dann doch unangenehm und zwar wenn ich schweige, obwohl ich sie vorher vielleicht in irgendeiner Weise "neugierig" gemacht habe. Das sollte ich nicht tun. Dann kommt es nur zu Missverständnissen. Ich lass meine Gefühle einfach zu leicht raus und denke erst später an die Konsequenzen.

2.10.06 10:19


Eingeständnis/Veränderung

Momentan erlebe ich eine wahre Offenbarung. Mir wird schlagartig bewußt, dass Dinge, die mir in der Vergangenheit viel, sehr viel, bedeutet haben, mir gar nicht so viel bedeuteten.

Früher hätte ich nie gedacht, dass ich auf bestimmte Dinge einfach so verzichten kann, weil sie einfach ein so fester Teil meines Lebens waren. Seit einiger Zeit verzichte ich nun darauf und es funktioniert. Sehr gut sogar. Das fängt bei einfachen Sachen an und endet bei einer ganz großen.

Habe ich mir jahrelang nur etwas vorgemacht oder ist einfach nicht mehr die Zeit dafür? Es gäbe genügend Gründe für beides. Es fiel einfach zu leicht loszulassen. Und im Vergleich zu jetzt, war alles so verdammt anders. Ich hoffe es war nicht eine große Lüge.

3.10.06 10:09


Harrowdown Hill

Don't walk the plank like I do
You will dispensed with, when you've become
Inconvenient

Up on Harrowdown Hill, Where you used to go school
That's where I - That's where I'm lying now
Did I fall or was I pushed? Did I fall or was I pushed?
And where's the blood? Where's the blood?
But I'm coming home, I'm coming home to make it alright so dry your eyes
We think the same things at the same time, we just can't do anything about it
We think the same things at the same time, we just can't do anything about it

So don't ask me, ask the Ministry
Don't ask me, ask the Ministry
We think the same things at the same time, there are so many of us so you can't count
We think the same things at the same time, there are so many of us so you can't count

Can you see me when I'm running? Can you see me when I'm running?
Away from them, Away from them
I can't take the pressure, No one cares if you live or die
They just want me gone, they want me gone
But I'm coming home, I'm coming home to make it alright so dry your eyes
We think the same things at the same time, we just can't do anything about it
We think the same things at the same time, there are too many of us so you can't; there are too many of us so you can't count

It was a slippery slippery slippery slope
It was a slippery slippery slippery slope
I feel me slipping in and out of consciousness
I feel me slipping in and out of consciousness
I feel me
3.10.06 11:49


Erwartungen

Gestern hatte ich eine schöne Unterhaltung über die Menschen, die Gesellschaft und wie es ist in dieser Gesellschaft zu leben. Das hat mich zum nachdenken gebracht. Vor allem darüber was von mir in nächster Zukunft erwartet wird.

Ich bin 26 Jahre alt. Allein das schürt schon Erwartungen. Als ich mit meiner Familie gestern Karten spielte, habe ich mich verhalten, wie ich mich immer verhalte, wenn wir solche Abende veranstalten. Albern, lustig, teilweise kindlich. Da habe ich mich gefragt, ob ich das noch darf. Schließlich bin ich in vier Jahren schon dreißig und nächsten Monat trete ich eine Stelle als Rechtsreferendar an.

Wird da nicht erwartet immer ein ernsthafter Mensch zu sein, in jeder Situation? Aber das glaube ich nicht. Es muss einem nur klar sein, wann man sich wie zu verhalten hat. Der Situation angemessen halt. Manche Leute können das schwer trennen.

Jedenfalls spüre ich immer mehr den Druck Dinge abzulegen, die ich nicht ablegen will. Ich möchte auch mit 26 Jahren ausgelassen sein dürfen. Ich denke zu wissen, wann ich "erwachsen" zu sein habe, also lasse ich es mir auch nicht nehmen, das "Kind" in mir auszuleben. Während ich hier so schreibe fallen mir viele Leute ein, die älter sind als ich und mindestens genauso "kindlich" sind. Auch mache ich mir diesen Druck eher nur selbst.

Eine ganze andere Frage ist es dann, ob eine Ellenbogengesellschaft mit ihren Erwartungen, so wie wir sie gewählt haben, die richtige Wahl war..

4.10.06 10:35


Songs

Zur eigenen Erinnerung, meine Top 6 aus den letzten 3 Monaten. Reihenfolge beliebig.

- Glósóli, Sigur Rós

- Harrowdown Hills, Thom Yorke

- Banquet, Bloc Party

- Sweetest Thing, U2

- Qu'en Reste-t-Il?, Yann Tiersen

- Naive, The Kooks

Neige dazu schöne Lieder irgendwann zu vergessen.

 

4.10.06 16:34


Was bleibt davon übrig?

Manchmal reicht ein Blick, manchmal reicht ein Wort und manchmal ändern tausend Taten nichts.

Und bei mir reicht momentan ein Lied, um alles zu verändern. Es geht durch alle Poren, es ist als ob mich jemand ganz tief berührt. Ich werde es immer mit dieser Zeit verbinden.

 Aber was bleibt davon übrig?

4.10.06 22:16


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